Glossar

 

Abschlagszahlungen

Die Abschlagszahlungen sind eine Teilzahlung bzw. Anzahlung auf die bereits gelieferten Energiemengen und werden mit der turnusmäßigen Endabrechnung verrechnet. Die Höhe des Abschlags orientiert sich an dem zu erwartenden Energieverbrauch.

 

Arbeitspreis

Der Arbeitspreis bezeichnet den Preis für eine verbrauchte Kilowattstunde Energie.

 

EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz)

Das deutsche Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien, kurz Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) genannt, soll den Ausbau von Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen fördern. Es dient vorrangig dem Klimaschutz und soll die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle verringern. Die finanzielle Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird über einen bundesweiten Ausgleichsmechanismus auf alle Endverbraucher umgelegt.

 

EnWG

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) enthält grundlegende Regelungen zum Recht der leitungsgebundenen Energien in Deutschland.

Die Ziele des EnWG sind die „möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche“ Versorgung der Allgemeinheit mit Strom und Gas. Darüber hinaus wird die „Sicherstellung eines wirksamen und unverfälschten Wettbewerbs bei der Versorgung mit Elektrizität und Gas und der Sicherung eines langfristig angelegten leistungsfähigen und zuverlässigen Betriebs von Energieversorgungsnetzen“angestrebt. Letztendlich wird durch das EnWG in Deutschland das Energierecht der Europäischen Gemeinschaft umgesetzt.

 

Grundpreis

Der Grundpreis beinhaltet allgemeine Kosten u.a. für Zähl- und Messeinrichtungen, die Ablesung, Abrechnung und Wartung.

 

Grundversorger

Grundversorger ist laut dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) dasjenige Energieversorgungsunternehmen, das die meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet der allgemeinen Versorgung mit Energie beliefert (§36 Abs. 1 S. 1 EnWG). In Oberhausen beliefert die Energieversorgung Oberhausen AG die meisten Kunden mit Elektrizität und ist demzufolge auch Grundversorger in Oberhausen.

 

Konzessionsabgabe

Die sogenannte Konzessionsabgabe ist an die jeweilige Gemeinde zu bezahlen. Sie wird erhoben, damit der örtliche Netzbetreiber das Recht zur Verlegung und zum Betrieb von Versorgungsleitungen in Straßen, Wegen und auf Plätzen erhält. Die Höhe der Konzessionsabgabe hängt von der Einwohnerzahl der jeweiligen Gemeinde ab. Grundlage für die Konzessionsabgabe ist die Konzessionsabgabenverordnung.

 

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke (Fernwärme oder Nahwärme) oder für Produktionsprozesse (Prozesswärme) in einem Heizkraftwerk.

 

Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG)

Zweck des Gesetzes ist es, einen Beitrag zur Erhöhung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung im Interesse der Energieeinsparung, des Umweltschutzes und der Erreichung der Klimaschutzziele zu leisten. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung werden gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Beispiele sind Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen. Ähnlich wie beim EEG wird die Förderung von testierten KWK-Anlagen auf den gesamten Stromverbrauch, also auf jede in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde, umgelegt.

 

KWK-Umlage

Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK-) Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch wird ein höherer Nutzungsgrad erreicht wodurch Brennstoff eingespart und Kohlendioxid-Emissionen gemindert werden können. Betreiber von KWK-Anagen erhalten einen gesetzlich festgelegten Zuschlag. Diese Kosten werden gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) auf die Verbraucher umgelegt.

 

kWh

Eine kWh, Kilowattstunde, ist die allgemein verwendete Einheit für Energie oder Arbeit. Wenn also eine Solaranlage mit einer Leistung von einem Kilowatt (kW) eine Stunde lang Sonnenlicht in elektrische Energie umwandelt, kommt man auf eine Energiemenge von 1 kWh. Ebenso läuft’s beim Verbrauch: Eine 60 Watt- Glühbirne, die eine Stunde brennt, verbraucht 60 Watt x 1 h = 60 Wh („Wattstunden“), dies entspricht 0,06 kWh. Um eine kWh Strom zu verbrauchen, muss diese Glühbirne also knapp 17 Stunden brennen. Im Vergleich dazu kann man zum Beispiel für 1 kWh sieben Stunden lang fernsehen oder 25 Minuten staubsaugen.

 

kWh und kW

Die physikalische Einheit „kWh“ (Kilowattstunden) ist die gebräuchliche Maßeinheit der elektrischen Arbeit bzw. der elektrischen Energie. Damit nicht zu verwechseln ist die sog. Elektrische Leistung, die in kW („Kilowatt“) angegeben wird und uns auf zahlreichen Typenschildern technischer Geräte begegnet.

Deutlich wird der Zusammenhang, wenn man sich die kWh als kW*h (Arbeit ist gleich Leistung mal Zeit) vorstellt, also die Leistung, die ein Gerät in einer Stunde erbringt. Ein elektrisches Gerät, das mit einer Leistung von 1.000 Watt eine Stunde lang läuft, verbraucht also exakt eine kWh.

 

Messdienstleistung

Die Messung beinhaltet die Ermittlung des Energieverbrauchs sowie die Erfassung, Verwaltung und Bereitstellung der Zählerdaten. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messdienstleister in Rechnung gestellt.

 

Messstellenbetrieb

Der Messstellenbetrieb umfasst den Ein- und Ausbau sowie Betrieb und Wartung von Zählern. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt.

 

Netzbetreibernummer

Die Netzbetreibernummer dient der eindeutigen Identifikation des örtlichen Verteilnetzbetreibers, an dessen Netz die Lieferstelle angeschlossen ist.

 

Netznutzungsentgelte

Entgelte des Energienetzbetreibers für den Transport und die Verteilung der Energie sowie den damit verbundenen Dienstleistungen.

 

Netzanschlussnutzer

Der Nerzanschlussnutzer sind meistens Sie. Im Falle der Vermietung sind Ihre Mieter die Netzanschlussnutzer.

 

Stromkennzeichnung (Energiemix)

Die nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vorgeschriebene Stromkennzeichnung informiert über die Herkunft des bezogenen Stroms und dessen Umweltauswirkungen.

 

Stromsteuer (Ökosteuer)

Die Stromsteuer ist eine (Mengen-)Steuer auf den Energieverbrauch bzw. umweltschädliches Verhalten. Ihr Zweck ist die Besteuerung des knappen Gutes Energie mit dem Ziel der Steigerung der Effizient des Energieeinsatzes. Grundlage ist das Stromsteuergesetz vom 1. April 1999 als Teil der ökologischen Steuerreform.

 

Umsatzsteuer

Dies ist der auf den Nettobetrag anfallende Umsatzsteuerbetrag. Aktuell werden 19 % berechnet. Ausnahme hiervon ist das Trinkwasser. Hier werden 7 % USt zugrunde gelegt.

 

Verbrauchspreis

Der Verbrauchspreis ist das Entgelt für jede abgenommene Einheit, bei Strom die Kilowattstunde (kWh), die von Ihrem Zähler erfasst wird.

 

Wirkarbeit

Wirkarbeit ist Ihre verbrauchte elektrische Energie bzw. die Energie, die in Nutzenergie umgewandelt wird. Ihre Einheit ist kWh.

 

Zählpunkt/Zählpunktbezeichnung

Ein Zählpunkt kennzeichnet eine Lieferstelle eindeutig, diese Nummer existiert nur einmal im europäischen Energienetz. Am Zählpunkt werden die relevanten Messdaten erfasst. Über die Zählpunktbezeichnung kann der Netzbetreiber den Standort der Lieferstelle genau identifizieren und dem Zähler zuordnen. Im Gegensatz dazu ist die Zählernummer nicht ortsgebunden, da Zähler gewechselt werden können.

 

§ 19 StromNEV Umlage

Stromintensive Industriebetriebe können nach den Regelungen des § 19  Abs.2 StromNEV bei einem bestimmten Verbrauchsverhalten auf Antrag eine vollständige Netzentgeltbefreiung beantragen. Anders als in der Vergangenheit wird die zusätzliche Entlastung nicht über eine Anhebung der Netzentgelte für die übrigen Netznutzer finanziert, sondern über eine neue Umlage, die ab 2012 von allen Stromkunden erhoben wird.

 

Kontakt zu strasserauf:

0800 - 78727737283

Kostenlose Hotline (Mo-Fr, 8-18 Uhr)

Oder per eMail.

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11/01/2016

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